ECO Icon Logo

Login

Gamers, Assemble! – 5 Schritte zu Eurem erfolgreichen E-Sport-Team

5 Schritte zum Esport Team

Der E-Sport ist in den letzten Jahren zu einer der am schnellsten wachsenden Branchen geworden. Viele Menschen verfolgen E-Sport-Events und deren viele professionelle E-Sport-Teams auf der ganzen Welt. Du willst mit deinem eigenen E-Sport-Team an Tournaments, Championships oder Invitationals teilnehmen und dir so einen Namen machen? Im folgenden Artikel erklären wir dir die notwendigen Schritte, von der Gründung bis zum Erfolg.

esport team findung

1. Looking For Group – Ideen, Zusammenkunft und erste Meilensteine

Hinter jedem besonderen Projekt stehen eine Idee und ein oder mehrere Macher*innen, die diese Idee verwirklichen wollen. Deine Idee? Ein E-Sport-Team, natürlich! Die Macher*innen? Das sind Du und/oder deine Buddies, mit denen Du die Scoreboards und Rankings deiner Lieblingsspiele dominierst. In aller Regel seid Ihr über die spiele- bzw. Community-eigenen Freundeslisten miteinander bekannt, auch über Discord tauscht Ihr Euch regelmäßig aus. Gemeinsam feiert Ihr Eure kleineren, aber vielversprechenden Erfolge und Ihr wisst einfach – gemeinsam läuft das! Die Idee, als gemeinsames Team aufzutreten, reift langsam und vielleicht kennt und fürchtet man Euer informelles Team schon eine ganze Weile lang.

Ob Competitive-Gaming-Klassiker wie CS:GO, League, Valorant, Apex oder gestandene Multiplayer-Größen wie WoW, FFXIV, Valheim und Co. – in jedem dieser Games gibt es Tools, Plattformen und Funktionen, die Euren gemeinsamen Wunsch in eine erste wirkliche Richtung zu lenken: Die Gründung eines Clans, einer Gilde, eines Strike Teams oder eines Static.

Auch wenn Rebrandings später möglich sind – Euer erster Name bzw. Tag wird Euch sicherlich Euer ganzes Team-Leben lang in der einen oder anderen Form begleiten – er sollte also gut gewählt sein! Eine der bekanntesten Größen des deutschsprachigen E-Sport, SK Gaming, begann in den späten 90-ern als das Schröt Kommando. Mithilfe der meisten In-Game-Tools lässt sich auch das eine oder andere Logo Eures neuen Teams ausgestalten und designen, in dieser ersten Etappe ist es jedoch wichtiger, wenn Ihr Euch untereinander zuallererst auf gemeinsame Farben und ein paar grundlegende Symbole verständigt, mit denen Ihr Euch identifiziert bzw. identifiziert werden wollt. Im späteren Verlauf könnt ihr eure gestalterische Identität – also Logos und Wortmarken – sicherlich noch verfeinern.

Um euch das Leben zu erleichtern hier einige Quellen mit denen Ihr schnell und unkompliziert euer Logo und eure Webseite gestalten könnt:

Logos:

Webseite:

Auch wenn das jetzt alles noch sehr spontan, easygoing und hobbymäßig ist – der erste Schritt ist bereits getan: Anfangen! Und egal ob Hobby-Projekt oder der Beginn von etwas wirklich Großartigem – es hilft, wenn Ihr Euch untereinander auf erste gemeinsame Ziele verständigt. Das muss kein tausendseitiges Handbuch sein! Es reichen ein paar Leitsätze, die Euch und Euer neues Team sowohl nach innen als auch nach außen bestimmen:

  • Wer seid Ihr? Beschreibt Euer Team in einigen kurzen Worten oder ein, zwei Sätzen. Was macht Euch so besonders und einzigartig? Ist es vielleicht Euer Zusammenhalt, der gemeinsame Spaß, den Ihr habt oder einfach nur besonders viel Skill und Ehrgeiz, der Euch beschreibt?
  • Was wollt Ihr erreichen? Wollt Ihr es zu Europas neuer Nummer Eins in Eurem Game machen oder reichen Euch auch ein paar großartige Erfolge bei regionalen und nationalen Turnieren? Es hilft in jedem Fall, sich erste größere Ziele gemeinsam zu stecken, damit Ihr auf etwas planen und hinarbeiten könnt.
  • Wie läuft das bei Euch so? Gibt es einen Anführer, unter dem Ihr euch gefunden habt oder seid Ihr dicke genug, dass Ihr eh alles gemeinsam absprechen könnt?

Je früher Ihr gewisse Dinge festlegen und abstimmen könnt, desto einfacher habt Ihr es, wenn euer Team zu wachsen beginnt und bei all den Trainings, Turnieren und Terminen weniger Zeit für solche Dinge bleibt.

esport team networking

2. Looking For More – Netzwerken und das Team wachsen lassen

Mit einer gemeinsamen Identität und ersten Erfolgen habt Ihr Euch nach und nach einen Namen machen können. Bis zur nächsten Season oder Liga ist es nicht mehr weit, und neben Fans (oder zumindest Bewunderern) gibt es auch Interessent*innen, die bei Euch mitmachen wollen, weil sie sich mit eurem Leitbild und Eurem Skill-Level gut identifizieren können. Vielleicht seid Ihr auch selbstständig auf der Suche nach mehr Team-Mitgliedern, weil es für eines der Formate, bei denen Ihr mitmachen wollt, eine gewisse Teamgröße braucht.

Auch wenn Ihr noch keinen direkten Bewerber verzeichnen könnt, habt Ihr in der Regel viele Möglichkeiten, Euch mit der Community zu vernetzen:

  • In-Game: Über die Chat-, Clan- und Netzwerkfunktionalität Eurer Games könnt Ihr in den meisten Fällen viel Vorarbeit leisten. Wenn Ihr im Matchmaking unterwegs seid, tauscht Euch während oder nach der Partie mit potenziellen Kandidat*innen aus, falls Euch der Skill-Level gefallen hat. Nutzt Eure Freundesliste oder Suchtools, um Spieler*innen in Eurem Rankingbereich ausfindig machen zu können. Scheut Euch nicht davor, den ersten Schritt auf Fremde zuzugehen.
  • Communities (rund ums Spiel, im Web und auf Discord): Wenn Ihr besonders viel und intensiv Zeit in Eurem Game verbringt, wisst Ihr in der Regel, wo Gleichgesinnte aktiv erreichbar sind, wo die neueste Meta diskutiert wird: in Communities! Rund um die größeren Games gibt es neben den In-Game-Funktionalitäten auch vom Entwickler betriebene Community-Plattformen als Website oder auch als App, über die sich ausgetauscht und vernetzt werden kann. So beispielsweise der Lodestone in FFXIV oder die Riot-Seiten und Apps für League bzw. Valorant. Aber auch unabhängige Plattform-Betreiber haben sich für die größeren Multiplayer-Formate hervorgetan, um diese Such-, Analyse- und Communitydienste anzubieten, so bspw. raider.io WoW-Raid- oder Mythic+-Gruppen. Ein besonders großer Trend ist aktuell, diese Plattformen über Discord-Communities abzuwickeln. In den größeren dieser Discords gibt es oft die Möglichkeit, sich und sein Team zu präsentieren und nach neuen Team-Mates zu suchen.
  • Social Media: Auch über die verschiedenen Social-Media-Plattformen könnt Ihr Euch mit Gamer*innen verbinden, die Eure Interessen teilen und so vielleicht Teil Eures Teams werden. Die meisten Teams und ihre Mitglieder sind in der Regel auf mindestens einer Social-Media-Plattform vertreten. Die Anzahl der Follower ist dabei weniger ausschlaggebend als das Prinzip der Erreichbarkeit und des “Dabei-Seins”. Irgendwann hat jeder einmal angefangen.
  • Live: Vielleicht nehmt Ihr ja regelmäßig an lokalen Turnieren, LAN-Parties oder Events teil (also “in echt”)? Dann könnt Ihr diese Gelegenheiten dazu nutzen, so mit neuen Spieler*innen in Kontakt zu treten, sie von einer Mitarbeit in Eurem Clan überzeugen.

Dabei solltet Ihr nicht vergessen: Ein gutes Netzwerk ist heute ein großer Bestandteil unseres Lebens, auch im Gaming. Auch wenn Ihr bei der Suche nach Teammitgliedern nicht allzu erfolgreich sein solltet – vielleicht kennt der oder die, die absagen musste, jemanden, der umso besser zu Euch passt! Obendrein hilft Euch eine gute Kontaktpflege dabei, regelmäßig mit anderen Mitbewerbern Trainings bzw. Testspiele organisieren zu können. Vielleicht könnt Ihr über Eure Connections an individuell organisierten Turnieren, Wettkämpfen oder Treffen teilnehmen oder später so an Euren ersten wirklichen Sponsor gelangen.

Bei der Rekrutierung neuer Team-Mitglieder ist die besondere Tuchfühlung nicht unwichtig: Nehmt Euch Zeit, im Rahmen mehrerer Sessions oder Trainings gemeinsame Erfahrungen zu sammeln. Gebt Feedback und lasst Euch Feedback zu Euren Leistungen geben. Stellt Fragen, vielleicht sogar unangenehme. Warum ist Euer potenzieller neuer Kamerad auf Euch aufmerksam geworden? Warum möchte er/sie gerade bei Euch mitmachen? Achtet dabei immer auf einen guten Ton und Umgang. Jedes neue Mitglied sollte wertgeschätzt sein. Und: auch wenn Ihr einen dedizierten Team-Leader habt, entscheidet gemeinsam, ob er/sie letztendlich ein guter Fit für Euch ist.

esport team vorbereitung

3. Cue The Training Montage – Teamarbeit, Vorbereitung, Training

Eure Networking-Maßnahmen fruchten, und neben Eurem Kern ist euer Team bereits ein bisschen gewachsen. Gut so! Nach diesen ersten Hürden könnt Ihr Euch jetzt auf die eigentliche Teamarbeit konzentrieren. Ob Ihr nun eher im Dauerwettkampf mit Scoreboards und Ranglisten unterwegs seid oder euch auf ein konkretes Turnier oder Event vorbereitet – die stete Weiterentwicklung Eurer gemeinsamen Fähigkeiten im Rahmen gemeinsamer, regelmäßiger Trainings bzw. die stete Teilnahme an Ranked Games ist hier das A und O der (täglichen) Leistung Eures Teams.

Damit das gut läuft, braucht es eine effektive Teamstruktur und -planung. Ob Ihr nun als Kollektiv unterwegs seid oder einen Leader habt, jedes Team-Mitglied sollte um seine Rolle Bescheid wissen (weil jedes Team-Mitglied sicher in der einen oder anderen Form eine Rolle hat!). Raid-Lead bzw. Static-Lead, (Shot) Caller, Battlefield Commander, Main Tank, Healer, Damage Dealer, Top, Mid oder Bottom Lane – jede dieser Funktionen ist wichtig, jede dieser Rollen entscheidet über Sieg oder Niederlage einer wichtigen Partie. Lernt also voneinander und miteinander! Jede dieser Funktionen hat bestimmte Anforderung an das jeweilige Teammitglied, es hilft also ungemein, auch mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich in die Lage der Kamerad*innen hineinzuversetzen. Tauscht Rollen untereinander aus, um vielleicht auf Schwachstellen aufmerksam zu werden. Spielt Klassen, Helden oder Fraktionen, mit denen ihr in der Regel vielleicht überhaupt nicht zurechtkommt. Es gibt viele Möglichkeiten, das Beste aus Eurem Trainingsplan herausholen zu können – keine davon sollte unangetastet bleiben. 

Apropos Trainingsplan: den solltet Ihr mittlerweile – zumindest im Groben – festgeschrieben haben. Vielleicht habt Ihr ohnehin schon gewisse Tage und Stunden vereinbart, zu denen Ihr Euch intensiv vorbereitet. Regelmäßige Testspiele mit befreundeten Clans/Teams helfen Euch darüber hinaus, vor dem Turnier/der Season wichtige Schlüsse zu ziehen. Bei jedem Training sind eine Vor- und Nachbereitung immens wichtig. Steckt zu jedem Training ab, was Ihr konkret erreichen wollt. Mittels Tools wie OBS, der Microsoft Xbox App, der Firmware eurer GPU oder der im Spiel integrierten Funktionalität ist es Euch in der einen oder anderen Form möglich, Eure Sessions aufzuzeichnen. So könnt Ihr Euch nachher mit Eurer Leistung gemeinsam auseinandersetzen. Kommuniziert dabei viel, offen, und ehrlich. Das schlechteste Training, bei dem richtig viel schiefgelaufen ist, bringt Euch – eine gute Kommunikation vorausgesetzt – weiter als die 100. Partie, die ihr in eurer Komfortzone mit Eurem Helden-Lineup dominiert habt. Vergesst dabei auch nicht, dass jeder einen schlechten Tag haben kann. Auch wenn Ihr viel Stolz auf Eure Leistung und Euer Ranking gebt: es ist *nur* ein Spiel.

Die Pfiffigen unter Euch werden früh erkennen, dass all diese Prozesse in der Regel zirkulär sind. Nach dem Training ist vor dem Training. Früh und bald werdet Ihr merken, dass eine gute Organisation und vielleicht auch Dokumentation Eurer Ergebnisse irgendwie natürlich dazugehört und Euch weiterbringt!

esport team sieg

4. GGWP – Auf Erfolgen aufbauen und Präsenz zeigen

Euer Trainingsplan läuft rund, Ihr konntet euren gemeinsamen Skill-Level in neue Höhen katapultieren und bei Euren ersten gemeinsamen Turnier- bzw. Liga-Auftritten richtig gute Platzierungen oder sogar den Sieg erringen? Das ist klasse, die vielen Maßnahmen, die wir im Rahmen der letzten Schritte besprochen haben, zeigen Erfolg. Jetzt lautet einerseits die Devise, weiter am Ball zu bleiben, andererseits solltet Ihr diese Gelegenheit nutzen, um auf Euren Erfolgen aufzubauen.

Dazu gehört, dass Ihr das bereits Erläuterte weiter zu verfeinern und zu optimieren versucht. Adaptiert Eure Planung auf das nächstgrößere/-höhere Turnierziel. Aus der regionalen Liga wird die Qualifikation zum nationalen Bracket, aus dem Gold-Ranking wird Platin, usw… Dementsprechend werden sich – vor allem in Bezug auf euren Trainingsplan – einige Prioritäten ändern, die vielleicht auch zu mehr Stress führen könnten. In der Regel könnt Ihr dem aber früh entgegenwirken, in dem Ihr regelmäßig und viel miteinander kommuniziert und auch reichlich Off-Time einplant, für gemeinsamen Spaß, neben dem Ernst der harten Turniervorbereitung. Vergesst dabei nicht, dass Ihr ein Team seid: Jede Stimme sollte Gehör haben; das maximale Potential könnt ihr nur schöpfen, wenn Ihr Euch im Großen und Ganzen einig seid, was Ihr erreichen wollt und wie Ihr es erreichen wollt.

Falls Ihr im Rahmen eines Team-Urlaubs auf der Suche nach einem besonderen Bootcamp-Erlebnis für Euer Team sein solltet: Auf Esportconnect.de findet Ihr die besten Bootcamp-Anbieter*innen im DACH-Raum.

Da Ihr jedoch nun auch gegenüber der Öffentlichkeit und der Community richtig viel Talent bewiesen habt, sollte Euer zweites Augenmerk darauf liegen, Präsenz zu zeigen. Das funktioniert am besten über eine starke und runde Social-Media-Präsenz, die auch ohne einen Sponsor recht einfach und kostengünstig funktioniert. Vielleicht seid Ihr (oder Eure Teammates) ohnehin schon auf Twitter, Twitch und Co. aktiv, ein entsprechender Team-Account für Eure Turnier-VODs, Victory-Posts oder Team-News sowie ein gemeinsameres Auftreten – beispielsweise, indem Ihr Eure Handles oder Nicknames mit Eurem Team-Namen verbindet, also Skittles@TeamPro. Das alles hilft Euch bei Euren Networking-Bemühungen und damit, Eure Team-Marke weiter populär zu machen. Auch eine einfach gestaltete Team-Website lässt sich für wenig Geld – manchmal sogar kostenlos – ins Netz stellen. Viele Anbieter verfügen über sogenannte WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get), mit denen sich Websites grafisch und per Drag & Drop ganz simpel designen lassen.

Wichtig ist hier, dass Ihr Euch selbst treu und authentisch bleibt. Jeder weiß, wie cringe es sein kann, wenn Marken und andere Werbeträger pseudo-hip Werbung machen wollen. Bewerbt Euer Team, bleibt in Kontakt zu euren Mitstreitern, haltet Eure wachsende Fanbase auf dem Laufenden und stellt Euch in einem guten und ehrlichen Licht dar.

Neben Eurer Social-Media-Präsenz könnt Ihr auch in besseres Branding investieren. Sofern Ihr Euer Team-Logo der ersten Stunde updaten wollt oder nach einem Tapetenwechsel sucht, gibt es viele Online-Plattformen wie bspw. Fiverr, auf denen man für schmales und großes Geld gleichermaßen talentierte Künstler*innen für solche Auftragsarbeiten anheuern kann. Auch in so manchen Discord-Communities Eurer Games gibt es immer wieder Talente, die rund um das Spiel atemberaubende Kunst erschaffen und vielleicht einfach angeschrieben werden können. Vielleicht hat einer Eurer begeisterten Fans bereits eine solche Arbeit abgeliefert, die euch neu und aktuell nach außen repräsentiert.

Wenn Eure Brand also up to date ist, solltet Ihr Euch überlegen, Merchandise zu besorgen. Sollte es Euch noch an Ressourcen mangeln, reicht es, wenn Ihr Euch team-intern für euren nächsten gemeinsamen Turnierauftritt versorgt. Wenn Ihr dann vielleicht doch schon ein bisschen größer geworden seid, überlegt Euch doch, ob Ihr das Merch nicht auch für eure Fans anbieten wollt. Im Internet gibt es viele Anbieter, die Bekleidungsdruckdienste anbieten. Mit einfachen Editoren könnt Ihr dort Eure Bilddateien hochladen und diese interaktiv auf vorkonfektionierte Shirts, Hoodies und andere Artikel ausgestalten. Viele dieser Anbieter bieten auch On-Demand-Druckdienste an, wo Ihr Eure Designs mittels eines Links oder einer shop-ähnlichen Plattform auch mit Eurer Fanbase teilen könnt, ohne in Vorleistung treten zu müssen.

Solltet Ihr vielleicht auch ein Bekleidungs- oder Sportgeschäft in Eurer Nähe kennen: Stellt Euch und Euer Team doch einfach mal vor und fragt nach, ob man Euch nicht mit SWAG unterstützen könnte, der sowohl Euer Team-Logo als auch die Marke des Unternehmens bedruckt hat. Wer weiß, vielleicht könnt Ihr so Euren allerersten Sponsor gewinnen!

esport sponsoring

5. What’s Next – Vom “E-Sport-Team” zur “E-Sports-Organisation”, Sponsoring und mehr

Eure Team-Maschinerie läuft auf Hochtouren, jedes Turnier war in der einen oder anderen Hinsicht ein Erfolg. Auch auf Social Media seid ihr eine nicht unbekannte Größe und eure Fanbase wächst stetig. Optimal! Vielleicht hat sich in dieser Zeit auch intern viel geändert, und Euer Team ist größer geworden.

Mit Euren Erfolgen haben sich vielleicht schon erste größere Sponsoren bei Euch gemeldet, die Euch unterstützen wollen. Vor allem in dieser Phase wird das Sponsoring nach und nach zu einem wichtigen Bestandteil Eures Teams, und kann ein nicht zu unterschätzender Faktor für weitere Erfolge sein – vor allem, wenn es zu den wirklich großen Turnieren geht, die entsprechende Reisekosten mit sich bringen. Sollte Euch ein potenzieller Sponsor bereits kontaktiert haben, so ist es ungemein wichtig, miteinander auf Tuchfühlung zu gehen. Lasst Euch genau rund um die Erwartungen, Rechte und Pflichten Eures Teams aufklären – das Grundprinzip des Sponsorings ist ja, dass Ihr für die Leistung Eures Sponsors eine gewisse Gegenleistung erbringen müsst. Das kann – abhängig von bestimmten Faktoren wie dem Vertragsumfang oder dem Leistungsvolumen – von der bloßen Repräsentation des Sponsors (also die stete Erwähnung und der Hinweis auf eure Partnerschaft) über verpflichtende gemeinsame Werbemaßnahmen bis hin zu einer Sieges- oder Platzierungsgarantie rund um bestimmte wichtige Meisterschaften Eures Games reichen. In aller Regel wird man Euch zwar nicht an zu große Erwartungen knebeln, Ihr solltet aber klar und gemeinsam abstecken, was Ihr auch in schlechteren Phasen leisten könnt, und Eure Vereinbarungen entsprechend anpassen. Eine gute und ehrliche Zusammenarbeit auf gemeinsamer Vertrauensbasis sollte hier das langfristige Ziel sein.

Neben einem privatwirtschaftlichen Sponsoring solltet Ihr Euch vielleicht auch bei den öffentlichen Organisationen Eures Heimatlandes erkundigen, ob es denn nicht dort Sponsoring- oder Förderungsmöglichkeiten für Euch geben könnte. Auch wenn die öffentliche Förderung des E-Sports hier und da noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es vermehrt Bestrebungen, neue Teams zu unterstützen, ihnen Starthilfe zu geben. Die Bedingungen, an die dieses öffentliche Sponsoring geknüpft ist, können sich dabei gegebenenfalls unterscheiden.

In dieser größeren Phase kann es auch sein, dass sich die grundlegende Organisationsform Eures Teams weiterentwickelt oder weiterentwickeln soll. Falls Ihr eine größere E-Sport-Organisation beeindruckt haben solltet, kann es gut sein, dass Ihr als Talent in die Organisation übernommen werdet; in der Regel werdet Ihr dann in der einen oder anderen Form Arbeitnehmer*innen oder Partner*innen der Organisation, bekommt aber auch unterstützendes Personal wie einen Coach oder einen Manager an die Seite gestellt, der sich um die organisatorischen und planerischen Dinge kümmern. Auch bei dieser Variante ist wichtig, dass Ihr zu einer Vereinbarung gelangt, die für beide Seiten passt. Eure Mittel und Möglichkeiten vergrößern sich zwar ungemein, da Ihr jedoch Teil einer größeren Organisation werdet, seid Ihr nicht mehr ganz Alleinentscheidende.

Vielleicht habt Ihr somit auch selbst den Entschluss gefasst, Euch in der einen oder anderen Form körperschaftlich zu organisieren. Viele Top-Teams sind als Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften (also bspw. GmbHs) organisiert – ob nun als eigenständige Entität oder als Teil einer größeren E-Sport-Organisation, die mehrere Teams/Kader betreut. Ein solcher Schritt ist meist ein sehr großes Unterfangen, welches eine Rechtsberatung erfordert, die Euch rund um die passende Organisationsform und alle notwendigen Schritte, aber auch mögliche Unterstützungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand aufklärt und berät. Als zusätzliche Möglichkeit, vor allem wenn Ihr weiterhin eher hobbymäßig und nicht primär gewinnorientiert unterwegs seid, sei hier das Vereinswesen erwähnt. Speziell für Deutschland, Österreich und die Schweiz habt Ihr mit einer Vereinsgründung eine sehr unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, Euer Team als eine Art der Rechtskörperschaft zu organisieren.

Egal in welcher Form Euer Team organisiert ist: Mittels der im DACH-Raum einzigartigen E-Sport-Datenbank von Esportconnect.de seid Ihr optimal mit anderen Teams und E-Sport-Organisationen vernetzt.

…und jetzt Ihr!

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gründung eines erfolgreichen E-Sport-Teams viele Schritte erfordert. Von der Spieler-Rekrutierung bis zur Turnierteilnahme und der Gewinnung von Sponsoren gibt es viele Faktoren, die zum Erfolg Eures Teams beitragen. 

Eine klare Vision, eine gute Prise Organisation, solide Trainingseinheiten sowie die für Euch passenden Networking-Maßnahmen (in den Communities, auf Social Media und im Web): Das sind die Faktoren, die Euch und Euer Team auf das nächste Level bringen werden. Denkt aber auch daran, dass der Schlüssel zum Erfolg darin besteht, hart zu arbeiten, motiviert zu bleiben und als Team zusammenzuarbeiten.

Der EsportConnect Insider Newsletter

Erhalte das beste von EsportConnect. Einmal im Monat. Direkt in dein Postfach.

Aktuelle Jobs

  • Berlin
  • Feste Anstellung
  • Erfahren (2-5 Jahre)
  • Alzenau (in Unterfranken)
  • Ausbildung, Studium
  • Einsteiger (0-1 Jahr)
  • Instant Apply

Unser Service

Werde ein Teil des EsportConnect Insider

Ein Newsletter für Esport-Enthusiasten um mehr über die Esport-Szene in den Bereichen Jobs, Sponsoring, News und mehr zu erfahren.

EsportConnect Insider Newsletter