Esport 2019 in Deutschland

Hallo und ein frohes Neues Jahr zusammen! 2019 verspricht ein weiteres bedeutendes Jahr für den Esport zu werden, nachdem 2018 wieder zahlreiche Rekorde gebrochen und Schluchten überbrückt wurden (siehe IOC Forum im Juli). Die deutsche Esport-Szene organisiert und vernetzt sich immer stärker, während auch die Politik sich langsam dem elektronischen Sport annimmt. Beispielsweise feierte gerade im November der Esport-Bund Deutschland einjähriges bestehen und kann bereits jetzt einige Erfolge vorweisen.

In unserer kleinen Jahresvorausschau wollen wir ein paar Themen und Events besprechen, die ihr in diesem Jahr unbedingt verfolgen solltet.

Vereinsmeisterschaft des ESBD

ESDB Vereinspokal

Neujahr ging es direkt mit dem ersten vom ESBD organisierten Esport-Turnier los, dem ESBD-Vereinspokal in League of Legends. Daran konnten alle Amateure der Breitensportabteilung der Organisation teilnehmen, um sich für das Finale auf der DreamHack Leipzig 15. Februar 2019 zu qualifizieren. Die Qualifikation für das Finale schafften am Ende Magdeburg Esports und der 1. Berliner eSport-Clubs e.V., die nun um die allererste Vereinsmeisterschaft des organisierten Esport in Deutschland kämpfen werden.

SPORT1 startet Esport-Sender

eSPORTS1 soll der neue PayTV-Ableger des Senders heißen, der ab dem 24. Januar 2019 den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) 24/7 mit Esport-Action versorgen wird. Laut Pressemitteilung werde man vor allem über die großen Esport-Disizplinen wie „League of Legends, Dota 2, Counter Strike, Overwatch oder FIFA 19,“ berichten.

Das Programm soll dabei aus selbstproduzierten Magazinen, Highlight-Sendungen und Liveberichterstattungen bestehen, die das Geschehen im eSport abdecken sollen. Nachdem ProSieben MAXX und SPORT1 bereits in der Vergangenheit versuchten, ein jüngeres Publikum mit Esport-Inhalten zu erreichen, ist eSPORTS1 das bisher größte und ambitionierteste Projekt im deutschsprachigen Fernsehen. Ob der Sender ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten, da der Esport traditionell eher im Internet verankert ist.

Die Qualität der eigenen Inhalte werden wohl ausschlaggebend für den Erfolg werden. In jeden Fall bedeutet der Start des Senders jedoch, dass der elektronische Sport auch in Deutschland mittlerweile auf den traditionellen Medienkanälen angekommen (oder zurückgekehrt) ist.

eSports Factory eröffnet in Osnabrück

esports factory logo

Im März 2019 öffnen in Osnabrück die Tore der eSports Factory. Dabei handelt es sich um ein 1200m² großes Zocker-Zentrum, das alles bietet, was das Gamerherz begehrt: Es gibt Trainings- und Ruheräume, Live-Studios, Schlafmöglichkeiten und ein Fitnessstudio. Die eSports Factory ist sowohl für LAN-Partys von Amateurspielern als auch Bootcamps von Profis gedacht.

Eine Mitgliedschaft soll zwischen 20,- und 50,- Euro kosten, den Spielern dafür jedoch einen erheblichen Mehrwert im Vergleich zum Spielen Zuhause bringen.

Esport wird Studienfach in Deutschland

esport studienfach deutschland

Ab dem Wintersemester 2019 bietet die Fachhochschule für angewandtes Management in Ismaning den Bachelor-Studiengang Esports Management an. Obwohl es solche Studiengänge bereits in anderen Ländern gibt, ist dieser deutschlandweit der erste seiner Art. Das Studium hat hauptsächlich einen betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt und beschäftigt sich daher vor allem mit Themen wie Trainingsoptimierung, Fan- und Spielerstruktur, Marketingstrategien und Eventmanagement.

Das Studium ist auf sieben Semester ausgelegt und kann laut Infopage der FH neben dem Beruf verfolgt werden, da es zahlreiche E-Learning-Module gibt. Wirklich günstig ist der Esport-Bachelor jedoch nicht: Studierende müssen monatlich eine Studiengebührt von 395,- Euro entrichten.

Esport meets Tradition

Der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 waren Vorreiter, viele andere sind ihrem Beispiel gefolgt: Immer mehr namhafte Sportvereine etablieren Esport-Abteilungen in ihren Strukturen, um den Trend nicht zu verpassen. Erst kürzlich hat auch Eintracht Frankfurt verkündet, 2019 in den Esport einzusteigen und nimmt auch an der Virtuellen Bundesliga (VBL) teil. Obwohl es weiterhin Diskrepanzen zwischen dem organisierten Esport und den Vertretern des traditionellen Fußballs gibt, was die Definition und Aufgabe des elektronischen Sports betrifft (Stichwort Esport vs eGaming vs eSoccer), scheint der Siegeszug des digitalen Sports 2019 nicht abzureißen.

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